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Regeln für Selbsthilfegruppen
Voraussetzungen und Rahmenbedingungen

  1. Verbindlichkeit
Wenn ein Mitglied nicht zum Treffen kommen kann, ruft es ein anderes Gruppenmitglied
(oder Gruppensprecherin) an und gibt Bescheid.

  1. Pünktlichkeit
Auf Pünktlichkeit achten! Wie gehen wir mit der Zeit der Anderen um, wenn wir zu spät kommen?

  1. Vertraulichkeit
Jeder muss die Gewissheit haben und den Anderen zusichern, dass alles, was in der Gruppe besprochen wird, nicht nach außen getragen wird.

  1. „Blitzlichtrunde"
Am Anfang jeder Sitzung kommt jeder kurz zu Wort: Wie geht es ihr, wie fühlt sie sich in der Gruppe, was erhofft sie sich für diesen Treff?
Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Blitzlichtrunde einmal anders zu gestalten:
Was möchte sie erreichen? Welche Ziele hat sie sich gesteckt?
Auch am Ende eines jeden Treffs erweist es sich als nützlich an ein „Blitzlicht" zu denken:
Wie ist es mir ergangen, was wollte ich eigentlich sagen, was habe ich bisher erreicht?
Eine „Blitzlichtrunde" (3-4 Minuten pro Person) kann auch angebracht sein, wenn die Gruppe ins Stocken
geraten ist, wenn langes Schweigen eintritt, wenn Uneinigkeiten über das Vorgehen und den weiteren Verlauf bestehen,
wenn ein Gespräch sehr lange zwischen zwei Personen hin und her geht.

  1. Störungen/Gefühle haben Vorrang
Wer nicht mehr zuhören kann, beunruhigt, traurig oder wütend ist, sollte Vorrang bekommen. Zuerst sollte dies besprochen werden,
bis alle wieder mit dem Fortlauf der Gruppe einverstanden sind. Es ist ratsam, zwischenmenschliche Schwierigkeiten
(Misstrauen, Konkurrenz, Dominanz usw.) möglichst bald anzusprechen.

  1. Selbstverantwortung
Jedes Mitglied ist für das verantwortlich, was es in der Gruppe tut und sagt. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass es das einbringt,
wie und wann es will und braucht. Jede Person geht nur soweit, wie es ihr gut tut, auch dann, wenn alle anderen meinen,
sie würde sich drücken oder ablenken.

  1. Es kann immer nur einer sprechen
Es darf immer nur einer sprechen. Seitengespräche wirken unhöflich und stören die Gruppendiskussion.

  1. „Ich" statt „MAN" oder „Wir"
Sprich nicht per „MAN" oder „Wir". Hinter diesen Sätzen kannst du dich gut verstecken. Zeige dich als Person und sprich per „Ich".
In „MAN" oder „Wir"-Sätzen sprichst du für andere mit, von denen du gar nicht weißt, ob ihnen das recht ist.

  1. Sprich direkt
Wenn du jemand aus der Gruppe etwas mitteilen willst, sprich ihn direkt an und zeige ihm durch Blickkontakt, dass du ihn meinst.

  1. Wenn du eine Rückmeldung willst, hör ruhig zu
Wenn du eine Rückmeldung erhältst, versuche nicht gleich, dich zu verteidigen oder die Sache „klarzustellen".
Denk daran, dass dir keine objektiven Tatsachen mitgeteilt werden, sondern subjektive Gefühle und Wahrnehmungen deines Gegenübers.
Versuche zunächst nur schweigend zuzuhören, dann von deinen Gefühlen zu sprechen, die durch die Rückmeldung
bei dir ausgelöst worden sind, und gehe erst dann auf den Inhalt ein.